London - Wales 2006

Die Vorbereitungen zu diesem Urlaub waren um einiges schwieriger als wenn man nur nach Dänemark fährt. Auf vielen verschiedenen Seiten muss man sich Informationen zusammen suchen, aber es hat sich gelohnt. Lange haben wir überlegt ob wir die Räder mitnehmen, waren dann aber froh das wir uns dagegen entschieden haben. Es gibt zwar einige Radwege aber die sind dann auch schon ziemlich anspruchsvoll, da es ja doch sehr bergig ist.

 

Die meisten Infos haben wir von der Seite Visite Britain. Von hier haben sehr viel gutes, ausführliches Material bekommen.

Schon bei der Fährbuchung sollte man gut die verschiedenen Anbieter vergleichen. Für uns war das Billigste die Überfahrt von Dünkirchen nach Dover.

 

Unser erstes Ziel war dann für 3 Tage London, hier haben wir im Novotel West gewohnt. Es war gut zu erreichen und man hatte gute Verkehrsanbindungen in die City. Allerdings war das Parken in der Hauseigenen Garage recht teuer, aber das ist wohl überall in London so.

Die Preise haben uns auch bei den vielen Sightseenangeboten teilweise echt geschockt und so haben wir einiges nur von außen angesehen. 3 Tage sind ja eh für so eine Stadt viel zu kurz. Für die U-Bahn hatten wir eine Family Tageskarte, das war ganz praktisch. Als erstes sind wir zur Wachablösung am Buckinghampalast, durch den St. James Park zum Trafalger Square. Von dort zum Big Ben, Westminster, London Eye und dann in den Tower. Am Abend haben wir uns dann Karten für den nächsten Tag bei Madame Tussaud besorgt. Hier hätte mich fast der Schlag getroffen, als ich den Preis für 4 Personen hörte. Den Jungs zuliebe sind wir dann rein, aber ich könnte gut und gerne auf einen weiteren Besuch verzichten.

Den zweiten Tag haben wir dann mit Madame Tussaud begonnen. Anschliessend haben wir uns einfach etwas durch die Stadt treiben lassen. Covent Garden, das hat uns super gut gefallen, vor allem die ganzen Gaukler, einfach eine schöne Atmosphäre. Soho, Picadilly Cirus, ein paar große Geschäfte wie Nike Town, Harrods (hier ist vor allem die Lebensmittelabteilung gigantisch), Liberty und das größte Spielzeuggeschäft der Welt auf der Regent Street durfte natürlich auch nicht fehlen.

Der letzte Tag war für Max der absolute Höhepunkt, er hat mit meinem Mann das Cheelse Stadtion besichtigt. Von der Besichtigungstour waren sie beide total begeistert und natürlich hat er sich ein Michael Ballack Trikot zugelegt. Ich glaube das war sein absolutes Highlight in dem Urlaub. Freddy und ich haben in der Zeit noch mal die Stadt unsicher gemacht und vor St. Pauls dem Treiben auf den Straßen zugesehen. Anschließend sind wir noch in die Docklands gefahren, sollte man sich auch mal angesehen haben und von dort nach Greenwich auf den 0 Längengrad. Mit dem Schiff sind wir dann zurück über die Themse gefahren, von hier hat man einen tollen Blick auf die kuriosen Häuser in den Docklands. Natürlich gibt es noch tausend andere Dinge zu sehen und zu machen in London, aber die Zeit war dann um.

Ich bin ganz ehrlich und sage, es war aufregend, aber auch sehr anstrengend, die Luft ziemlich dreckig, bei den U-Bahnfahrten hatte man immer ein mulmiges Gefühl. Ich war dann echt froh als es hieß wir fahren nun in die Natur.

Unsere erstes Ziel in Wales war dann Oxich auf der Halbinsel Gower. Hier hatten wir ein sehr kleines Häuschen in einem Ferienpark der landschaftlich aber sehr schön gelegen war (Oxwich Leisure Park). In 5-10 Minuten Fußweg war man an einem traumhaften Strand in einer Bucht. Überhaupt gab es hier einige tollen Buchten wo man wunderschön über die Klippen wandern kann und dabei atemberaudende Ausblicke hat.

So z.B bei der Rhossil Bay. Wir sind zuerst über die Klippen gewandert und später am Strand zurück.

 

 

 

Oder eine Wanderung oberhalb der Three Cliffs Bay.

 

Ansonsten gibt es hier einige kleiner Sehenswürdigkeiten in der Näheren Umgebung.

Einen Ausflug haben wir nach Pembrokshire gemacht, dort haben wir uns das Castle angesehen.

 

 

Von dort ging es noch nach Tenby, das hat uns sehr gut gefallen, ist so ein richtiges kleines, hübsches Touristenstädtchen mit südländischem Flaire. Man kommt sich ein bißchen wie in Italien vor.

Mumbles uns Swansea haben uns nicht so besonders gefallen. Allerdings gab es hier eine schöne lange Promenade am Strand entlang, an der man auch mal gut hätte Radfahren können.

Toll war der Ausflug in die National Showcaves, hier gab es zwei große und eine kleine Tropfsteinhöhle zu besichtigen und einen wirklich ansprechend angelegten Dinopark. Zieht euch aber warm an für in die Höhlen. Dann ist man eigentlich auch schon mitten im Brecon Beacons National Park hier gibt es unzählige Wandermöglichkeiten.

 

 

Auf dem Rückwege haben wir noch einen Abstecher zu einem Wasserfall im Vale of Neath gemacht.

Ein Besuch in der Walisischen Hauptstadt Cardiff darf natürlich auch nicht fehlen. Erst haben wir uns mit einer Busrundfahrt mal einen Überblick verschafft. Die Busfahrt konnte man auch jederzeit unterbrechen und das haben wir dann an der Cardiff Bay gemacht. Hier gibt es ein Besucherzentrum, eine norwegische Stabkirche und den Mermaid Quay Komplex mit vielen Spezialgeschäften und Bars. Von dort ging die Fahrt dann wieder zurück und wir haben das wirklich sehenswerte Schloss besichtigt. Zum Abschluß dann nochmal eine Runde durch die Stadt. Es gibt einige große Passagen und die Markthallen haben mir richtig gut gefallen.

Es hätte noch unmengen an Castles, Wanderwegen, Sehenswürdigkeiten gegeben, aber eine Woche ist ja leider sehr schnell rum.

 

In unserer letzten Woche ging es dann in den Norden von Wales in die Nähe von Harlech.

Hier hatten wir ein absolutes Traumhaus, auf den Klippen direkt am Meer mit eigenem Abgang zum Meer. Allerdings war hier an der Stelle der Strand nicht so toll, viele große Steine. Zum Spazieren, buddeln und spielen aber gut geeignet.

In Harlech selbst gibt es ein Castle von dem man einen guten Blick auf die Umgebung hat. Harlech selbst ist ein hübscher kleiner Ort mit einem langen Sandstrand.

 

Hier in der Gegen gibt es so viel zu unternehmen das ich gar nicht weiß wo ich anfangen soll. Erst mal ist es ein Mekka für Eisenbahnfans, es gibt alleine hier im Norden ca. 9 verschiedene Strecken von Schmalspurbahnen. Wir sind die von Porthmadog nach Blaenau Ffestiniog gefahren, schaut aber bitte vorher im Plan nach, denn die Dampfloks fahren nicht immer.

Ein paar Mal sind wir nach Llanberis gefahren, von hier fährt auch die Bahn auf den Snowdon, dass ist der höchste Berge in Wales. Da wir ja nicht faul sind haben wir uns gedacht wir gehen zu Fuss hoch und fahren mit der Bahn runter, na da hätten wir uns besser mal vorher erkundigt. Also das hochgehen war nicht das Problem auch wenn es super anstrengend war, hat es auch den Jungs Spaß gemacht. Das Problem war als wir dann runter fahren wollten, dass die meißten Touristen mit der Bahn hoch und runter fahren und keine Plätze frei sind um einfach nur mit runter zu fahren. Das war dann ein bisschen blöd, aber wir haben es auch wieder runtergeschafft. Sollten wir noch mal hinfahren, werden wir hochfahren und runter laufen. Vor allem nehmt euch auch an einem schönen Tag warme Sachen mit, da oben wird es richtig kalt.

An einem anderen Tag sind wir in das Slate (Schiefermuseum) Museum gegangen, das war sehr interessant besonders die Vorführung und die Erzählung wie die Arbeiter früher gelebt haben. In dem Schieferberg in der Nähe des Museums gibt es auch diverse Wanderwege, aber dafür hatten wir leider keine Zeit mehr, da wir uns schon vorher zu einer Tour im Electric Mountain Power Station angemeldet hatten. War ganz interessant man fährt mit einem Bus ziemlich tief in den Berg rein und erfährt einiges über die clevere Nutzung von Billigstrom. Auch hier warm anziehen im Berg ist es sehr kalt.

 

Ausserdem kann man von hier zum Snowdon Wasserfall gehen das ist ganz schön beeindruckend.

 

Die Tour zum King Arthur`s Labyrinth in Machynlleth ist auch zu empfehlen, auch hier ist wieder warme Kleidung angesagt, da die Tour unter Tage ist. Ausserdem ist es auch ein bisschen gruselig, also Freddy wäre da vor 2 Jahren bestimmt noch nicht mit reingegangen.

 

 

Für das Centre for alternative Technology Machynleth, sollte ihr ruhig einen ganzen Tag einplanen, es gibt viel zu gucken und auch für die Kinder zum ausprobieren.

Nach Barmouth sind wir schon mal am Abend zum Essen gefahren hier gibt es eine lange schöne Promenade.

 

Leider war die Woche dann schon um wie gesagt es gibt hier noch so viel was man ansehen kann, oder wo man einfach schön spazieren gehen kann. Wir sind jedenfalls total begeistert von Wales und kommen auf jeden Fall nochmal her. Das war an einigen Abend der Ausblick von userem Häuschen, einfach traumhaft!

 

Was vielleicht noch anzumerken wäre, sämtliche Führungen und Besichtigungen waren natürlich in Englisch. Max hat mit seinen 2 Jahren Schulenglisch schon relativ viel verstanden.