Schottlandrundreise Juni 2015

 

 

Auch in diesem Jahr wird uns Olaf wieder begleiten, dafür hat er sich sogar extra umgezogen. Diese Reise war ein bißchen mühsam zu planen, da wir so viel wie möglich von Schottland sehen wollten, aber auch keinen Streß wollten und nicht so viele Kilometer am Tag fahren. Im Nachhinein kann ich sagen das ist uns alles ganz gut gelungen, insgesamt sind wir in den 3 Wochen ca. 5000 km gefahren. Haben festgestellt das die B&Bs die wir gebucht hatten alle um einiges besser waren als die Hotels. Also die B&B`s würde ich alle ohne Bedenken weiter empfehlen. Die Fährfahrten waren auch alle im Vorraus gebucht, was sich als ganz sinnvoll herausgestellt hat.

 

Tag 1: Wir sind dieses Mal von Bonn gestartet und super gut bis kurz vor Doncaster durchgekommen, ca. 855 km. Zwischendurch war natürlich noch die Fährfahrt von Calais nach Dover. Wir hatten dieses Mal so klares Wetter das man von Calais schon die Kreidefelsen sehen konnte. Nach der Fähre sind wir noch bis kurz vor Doncaster gekommen und haben uns da in einem Travellodge Hotel an der Autobahn ein Zimmer genommen. Damit hatten wir schon im letzten Jahr gute Erfahrungen gemacht, die sind schlicht und einfach, aber sauber und nicht so teuer. Frühstück bekommt man an jeder großen Tankstelle/Raststätte in GB.

 

 Tag 2: Am nächsten Morgen ging es weiter noch ca. 360km, vorbei an der Abbey in Jedborgh, Scott´s View und dem Viadukt bis nach Edingburg.

Für 3 Nächte haben wir im Urban Village Resort in Edingburg gewohnt. Tolles modernes Hotel, wunderschönes großes Zimmer, Bushaltestelle vor der Tür, ca 15 Min bis zur Innenstadt.

Am Nachmittag haben wir dann Edingburg auf eigene Faust erkundet, schon auf den ersten Blick habe ich mich in die Stadt verliebt, wunderschön, tolle alte Gebäude!

Wir hatten ein super schönes Zimmer in Urban Village Resort in Edingburg, vor allem die Betten waren mega bequem, dafür wäre das Frühstücksbuffet noch ausbau fähig!

Tag 3: Den Tag haben wir mit einer dieser Busrundtouren angefangen um noch ein paar Hintergrund Infos über die Stadt zu bekommen. Danach haben wir eine zwei Stunden Wanderung auf den Arthurs Seat gemacht, tolle Landschauft und traumhafte Aussicht auch wenn der Wind eisig, kalt war. Anschließend ging es zum Ocean Terminal und die Königliche Yacht besichtigen. Mir hat die Audiotour sehr gut gefallen. Eine leckere Kleinigkeit haben wir im "Ensign Ewart Pub" gegessen, super leckere Tagessuppe, kleine aber feine Käseplatte und Lachshappen.

 

Tag 4.

Den Tag haben wir mit der Burgbesichtigung begonnen, dafür sollte man sich schon 2-3 Std. Zeit nehmen. Anschließend sind wir nochmal die Royal Mile runter, in ein paar der Closes rein, auf den Grassmarket und dann auf den Carlton Hill. Eine Runde duch die "Neue Stadt" gehört natürlich auch dazu.

Tag 5: Leider mußten wir Edingburg schon wieder verlassen, als erstes haben wir noch einen Abstecher an die Brücke über den Firth of Forth gemacht. Von dort ging es zu den Bracklinn Falls (ein kurzer Spazierweg vom obersten Parkplatz). Am Loch Katrine sind wir einen Stunde am See gelaufen, nacher haben wir uns geärgert das wir uns keine Räder gemietet haben. Noch ein Halt waren die Dochart Falls und dann nach Oban, wo unser nächstes Quartier war. Über den Tag verteilt waren das ca 280km. Unser B&B war das Elderslie Guest House, sehr zu empfehlen, liebevoll eingerichtete Zimmer, sehr zuvorkommende Gastgeber, tolles Frühstück. Auch Oban ist eine sehr schöne Stadt am Hafen, sehr gut und viel haben wir in "Cuanmor" Restaurant gegessen, kann ich nur empfehlen.

Tag 6.

Ist irgendwie anders verlaufen als geplant, eigentlich wollten wir spontan von Oban auf die Insel Mull, ist aber am Ticket kaufen am Morgen gescheitert (sollte man doch nicht so auf den letzten Drücker kommen). Also Plan Änderung, zur "Bridge over the Atlantic", hört sich ja erstmal Hammermäßig an, ist dann aber eher nur nett, muß man aber nicht machen. Da man dann schon mal auf Seil ist haben wir uns da noch ein bißchen umgeschaut und sind dann aber doch lieber nach Oban zurück. Die Landschaft duch die wir gefahren sind war schon sehr beeindruckend, aber es war so ein dauerregen Tag.  In Oban sind wir auf die beiden Hügelchen Spaziert (Pulpit Hill und Mc Caig Tower) von beiden hat man schöne Aussichten und noch ein bißchen durch die Stadt und am Meer entlang.

Tag 7:  Es ging von Oban nach Fort William, das hätten wir uns echt schenken können, ist nicht so prickelig, es sei denn man hat tolles Wetter und möchte etwas sportliches draußen machen. Wir konnten nicht mal den Ben Nevis sehen do dick hingen die Wolken über dem Ort. Von dort ging es zur Glen Nevis Schlucht mit diversen Wasserfällen, hier wären wir gerne etwas gelaufen, wenn es nicht wieder in Strömen geregnet hätten, aber eine tolle Lanschaft. Nächster Halt waren Neptuns Staircase, eine große Schleusenanlage für die Schiffe, hier konnten wir endlich mal kurz raus. Die Raod to the Isles war wunderschön, immer wieder tolle Ausblicke. Dann kam mein Highlight das Glenfinen Viaduckt (hier ist in den Harry Potter Film der Hogwarts Express drüber gefahren). Traumhaft schön die Brücke. Danach ging es zur Fähre nach Skye und von dort eine wunderschöne Strecke zu unserem Ferienappartment "An Storr"  bei Portree. So was haben wir schon lange nicht mehr erlebt, also in GB ist es ja üblich das überall Wasserkocher stehen und Kaffe, Tee, usw. oft gibt es auch Milch zum Willkommen, aber hier war fast komplett für die zwei Tage für uns der Kühlschrank gefüllt (Käse, Wurst, Saft, Milch, Kaffee, Müsli, Joghurt) absolte der Hammer! Am Abend sind wir dann noch nach Portree rein, auch ein nettes kleines Hafenstädtchen. Über den Tag verteilt waren das ca. 230 km

Tag 8: Wir haben eine Rundfahrt durch Nord-und West Skye gemacht ca. 158 km. Angefangen mit den Leat Falls, Mealt Falls, Staffin, Uig, Fairy Bridge, Point Neist. An allen Punkten konnte man schön laufen, nur am Old Man of Storr hatten wir leider kein Glück es wollte einfach nicht aufhören zu Regnen.

Tag 9: Am Mittag ging es mit der Fähre von Uig nach Tabert, da also noch ein bißchen Zeit war, starteten wir einen zweiten Versuch Old Man of Storr, aber auch dieses Mal regnete es ununterbrochen. Wir sind aber trotzdem ein Stück hoch auch wenn wir uns danach erstmal umziehen mußten, leider gingen auch die Nebelwolken nicht weg.

Die Fährfahrt lief ohne Problem, das Wetter war auf einmal wieder herrlich. Die Landschaft von Tabert bis Stornoway war absolut umwerfend, immer wieder haben wir angehalten und diese wunderbaren Ausblicke genossen. Das Ganze waren ca. 204 km über den Tag verteilt. Gewohnt haben wir im Holm View Guest House, auch hier hatten wir ein wunderschönes große, ja fast Appartment, der Gastgeber hatte viele tolle Tipps, es lag auch direkt am Meer und zum Frühstück wurden wir auch wieder von Herzen verwöhnt. Wir hatten uns für Stornoway entschieden, da wir von dort schon ganz früh mit der Fähre weiter wollten.

Am Abend sind wir noch zu den Callanish Stones gefahren, die waren der absolute Wahnsinn, wir haben schon viele Steinkreise gesehen, aber der hier hatte etwas ganz besonderes. Gerne hätte ich ein Foto im Sonnenuntergang gemacht, aber es wird ja im Juni erst ganz spät dunkel und so habe ich mich mit dem fantastischen Wolkenhimmel begnügt.

Tag 10: Den haben wir auf Lewis/Harris verbracht, in dieser traumhaftschönen Landschaft sind wir ca. 246 km gefahren.

Zuerst waren wir beim Dun Carloway Broch einer noch recht gut erhaltenen Fluchtburg, von dort ging es nach Garenin wo es ein kleines Museumsdorf der "Black Houses) gibt. Sehr nett hat man uns den Webstuhl und die Gewinnung von Torf erklärt. Anschließend ging es nach Harris,wo es traumhafte Strände geben sollte und genau so war es. Man fährt durch karge Landschaft und auf einmal sieht man einen Sandstreifen und türkisfarbenes Wasser wie in der Südsee, wunderschön! Traigh Luskentyre ubd Traigh Seilebost, nur so als Beispiel für Traum Strände. Weiter ging die Fahrt nach Rodel und von dort die "Golden Road" wieder hoch, ach war die Straße klasse, ein absolutes Erlebnis!! Außerdem haben wir an einer Stelle noch ganz nach eine große Herde von Seehunden gesehen, ach ja und endlich auch ein paar von den kuscheligen Schottischen Hochlandrinder zu Gesicht bekommen.

Tag 11: Startete schon sehr früh, da wir schon um 7 Uhr die Fähre nach Ullapool gebucht hatten, das war bewußt so gewählt, da wir eh Frühaufsteher sind konnten wir den Tag noch nutzen.

Die Fährfahrt war eine der schönsten, besonders nachher die Einfahrt kurz vor Ullapool und wir haben tatsächlich Delphine gesehen bei der Fähre!

Von Ullapool ging es erstmal zum Inverewe Garten auf dem Weg dahin ging es wieder mal durch wunderschöne Landschaft. Der Garten war schon sehr schön, aber  eigentlich habe ich mich ein bißchen geärgert das wir hin sind, wir haben schon viel schönerer gesehen und für uns war das ja ein totaler Umweg, aber egal! Man hat ja immer Angst man könnte was verpassen. Da unser nächstes B&B in Lochinver war mußten wir die Strecke bis Ullapool auch wieder zurück. Unterwegst kamen wir noch an den Falls 0f Measach vorbei, hier haben wir noch eine schöne Runde gedreht und am Ardvreck Castle haben wir auch noch einen kurzen Stopp eingelegt. Unser B&B in Lochinver hieß "Davar" und war auch wieder ganz bezaubernd und super netten Gastgebern. Von ihnen bekam wir auch den Tipp im Lochinver Larder zu essen, die sind wohl bekannt für ihre Pies. Mein Mann probierte hier den ersten Haggis und der schmeckte richtig gut. Der ganze Tag waren ungefähr 217 km.