Schweiz Mai/Juni 2017

Eigentlich war für dieses Jahr Island geplant, aber dann lief alles nicht so wie wir uns das vorstellten und wir waren auch von den Preisen geschockt. Also mal ein bißchen auf Pinterest gestöbert und tolle Bilder von der Schweiz entdeckt. Dann hab ich noch die Grand Tour of Switzerland entdeckt und los ging es mit Planen. Gar nicht so einfach, wie wir bei den vielen Attraktionen feststellen mußten.

Vorteil für uns aus Karlsruhe auch mal keine lange Anfahrt, nicht wie sonst in den hohen Norden.

Tag 1:

So, haben wir gleich auf der Hinfahrt am Walensee angehalten, traumhaft schön, erinnert ein bißchen an die Fjorde in Norwegen. Das haben wir schon notiert für einen nächsten Besuch, denn hier kann man super wandern und auch immer wieder mit dem Schiffchen rüber setzten.

Dann ging es nach Maienfeld, dort haben wir geparkt und los ging es zum Heididorf, dort haben wir das Heidihaus besichtigt, den Museumsshop, mir hat es gefallen, hab das als Kind geliebt und viele Erinnerungen kamen hoch. Dann ging es den Heidierlebnisweg hoch ca. 2 Std. schön aber der hatte es auch in sich. Die Landschaft ist echt wie im Bilderbuch. Insgesamt waren wir 5 Std. unterwegst und dann auch echt platt und es ging ins Hotel Bellevue in Flims, sehr schönes Hotel mit Balkon, leider direkt an der Straße, aber der Blick auf die Berg grandios, Zimmer topp, Service auch der Hammer. Das Essen im Restaurant und das Frühstück waren sehr lecker.

Tag 2:

 

Stand heute ganz im Zeichen der Rheinschlucht. Zuerst sind wir direkt vom Hotel Richtung Aussichtsplattform "Il Spir", traumhaft der Blick! Von dort ging es weiter Richtung Caumasee, so eine Farbe vom Wasser habe ich selten gesehen. Leider ist der einzig wirklich gute Zugang nur über das Strandbad möglich, aber auf der anderen Seite gibt es auch genügend Möglichkeiten die Aussicht zu genießen, ca. 4 Std. sind wir gelaufen. Wir haben festgestellt das Flims echt ein guter Ausgangspunkt ist es gib so viele Wandermöglichkeiten, hier könnte man Tage verbringen.

Am Nachmittag sind wir dann mit dem Auto noch einige Aussischtspunkt an der Rheinschlucht entlang gefahren. z.B zur Hängebrücke bei Trin.

Tag 3:

 

Trugt die Flem-Flimser Wasserweg, stand heute auf dem Programm, mehr oder weniger neben dem Hotel geht die Seilbahn hoch nach Foppa und dann steigt man um in die nächste nach Naraus. Von dort läuft man zur Segneshütte und dann runter am Bach entlang. Da oben doch noch recht viele Schneefelder waren, war es mega anstrengend. Wir haben dann nach 5 Std. abgebrochen und sind nur noch zur Seilbahnstation Foppa gelaufen und den letzten Rest gefahren. Es gibt da unendlich viele Wanderwege für jeden Schwierigkeitsgrad echt schön die Landschaft da!

 

Wir haben uns fest vorgenommen im Herbst nochmal nach Flims zu fahren, es hat uns dort so gut gefallen.

Tag 4:

 

Heute ging es weiter Richtung Tessin, der erste Halt auf der Strecke war die Viamala Schlucht. Sicherlich sehenswert, aber irgendwie hatte ich mir die Strecke an der Schlucht ursprünglicher vorgestellt. Dort wo wir waren ging es gut ausgebaute Treppen runter und ein kurzer Weg höchstens 30 min, einmal mit einigen Ausblicken. Natürlich sind die Wassermassen schon sehr beeindruckend.

 

Kurz darauf kommt die Rofflaschlucht, ursprünglicher vom Weg her wie die andere, mir hat sie fast besser gefallen. Auch hier ist der Weg begrenzt und man ist locker in einer halben Stunde durch.

Weiter ging es ein gutes Stück über die "Grand Tour" über den San Bernadino Pass, vorbei an vielen tollen kleinen Dörfchen, wunderschönen bunten Frühlingswiesen nach Brisago am Lago Maggiore. Hier waren wir im Hotel Garni Morettina, hatten ein wunderschönes Zimmer mit großem Balkon und Blick auf den See. Die Besitzer waren super nett, tolles Frühstück, einziger Nachteil die Straße direkt vor dem Hotel, man war nicht in der Lage sich auf dem Balkon zu unterhalten.

Lecker essen kann man Gabietta direkt am See.

Tag 5:

Für heute stand das Valle Verszaca auf dem Plan, der erste Stopp hier ist an der bekannten Staumauer, wo der James Bond "Golden Eye" gedreht wurde. Sehr beeindruckend die Mauer! Mutige können am Wochenende von hier springen.

Nächster Halt sollte unbedingt Lavertezzo mit der Römerbrücke sein. Bei schönem Wetter laden die vielen Steine im Wasser zum verweilen ein, das Wasser hat eine traumhafte Farbe. Mutige springen auch rein, aber man sollte schon sehr vorsichtig sein, uns war es eh noch zu kalt!

Von dort ging es nach Sonogno, ein wunderschönes kleines Dörfchen bei dem die Straße mal wieder zu Ende ist.

Von Sonogno aus sind wir eine Stunde gelaufen immer am Bach entlang in die Berge rein wunderschön!

Auf der Heimfahrt haben wir noch einen kurzen Abstecher nach Corippo gemacht, man kann sich gar nicht so recht vorstellen das hier noch Menschen leben, aber doch wir haben welche auf ihren Terassen gesehen.

Tag 6:

 

Ging es ins Valle Onsernone, eine der tollsten Strecken die wir gefahren sind, immer wieder durch süße kleine Dörfchen, enge Straßen, viele Kurven, tolle Ausblicke. Wir sind bis Spruga gefahren und dann zur alten Baderuine gelaufen. Das war ein wunderschöner Sparziergang eine gute Straße, zwar etwas steil, aber so natürlich an vielen Bienenstöcken vorbei unten beim Thermalbad eine großer Herde Esel. Man hat wohl zwei Badewannen aufgebaut in das man Thermalwasser laufen lassen kann, leider war das wohl gerade abgestellt als wir da waren auch zwei Kneippbecken gibt es.

Natürlich wollten wir den Lago Maggiore nicht verlassen ohne mal in Locarno und Ascona gewesen zu sein. In Loccarno ging es mit der Zahnradbahn zum Kloster Madonna del Sasso hoch. Wunderschön liegt das Kloster über der Stadt, man hat einen tollen Ausblick, aber auch das Kloster selbst ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Runter sind wir dann zu Fuß an den Kreuzwegstationen vorbei. Locarno selbst hat uns nicht so gefallen, vielleicht braucht man aber auch mehr Zeit dafür. Aber Ascona hatte so ein richtig schönes Flair, hier haben wir uns sehr wohl gefühlt und wären gerne noch länger durch die kleinen Gassen gelaufen.